Schola Cantorum Basiliensis

WILLIAM HAYES: Six Cantatas (1748) Orpheus & Euridice: an Ode (1735)


GLOSSA GCD 922510 (2 CD)
Informationen und Hörproben:
www.glossamusic.com 

Mirjam Berli (Sopran), Ulrike Hofbauer (Sopran), Evelyn Tubb (Sopran)
Paul Bentley (Tenor), Daniel Cabena (Countertenor), David Munderloh (Tenor)

The SCB Hayes Players
Chor der Schola Cantorum Basiliensis
Anthony Rooley, director

Fotos von Susanna Drescher aus den Aufnahme-Sessions:



CD I Six Cantatas (1748)

Cantata I: A winter scene at Ross in Herefordshire
for tenor, violoncello obbligato and basso continuo
(Paul Bentley, tenor)

Cantata II: Why, Lysidas, shou’d Man be vain
for soprano, 2 violins and basso continuo
(Mirjam Berli, soprano)

Cantata III: While I listen to thy voice, Chloris
for tenor, ‘Violoncello e Cembalo / Cembalo e Contra Basso’
(David Munderloh, tenor)

Cantata IV: Chloe’s dream
for soprano, 2 violins and basso continuo
(Evelyn Tubb, soprano)

Cantata V: To Venus a rant
for tenor and basso continuo
(David Munderloh, tenor)

Cantata VI: An ode to Echo
for soprano, traverso, 2 violins, viola, violoncello obbligato, double bass and basso continuo
(Evelyn Tubb, soprano)

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CD II Orpheus & Euridice (1735)

An ode: When the fair consort in th’Elysian choir
for soprano, alto, tenor, choir, 2 oboes, 2 violins, viola, violoncello, bassoon, cembalo obbligato and basso continuo
(Ulrike Hofbauer, soprano | Daniel Cabena, alto | Paul Bentley, tenor)

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Neben Georg Friedrich Händel, der dominierenden Figur der englischen Musik in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, lassen sich überraschende Entdeckungen machen, wie etwa die Kompositionen von William Hayes (1708-1777). Seine Kantatenzyklus von 1748 bietet originelle und amüsante Texte, veredelt mit aussergewöhnlicher Instrumentation und durchsetzt mit anmutigen musikalischen Einfällen. Hayes Wahl der Tonarten und der Instrumente wechselt von einem Werk zum nächsten, während Thema und Text auf ungewöhnliche Weise die individuelle Umgebung und das Milieu spiegeln, in denen sich Hayes als hochgeachteter Lehrer der Universität Oxford bewegt hat.

Eine ungewöhnlich reife Komposition begegnet uns mit "Orpheus and Euridice: an Ode" (1735). Es ist kaum zu glauben, dass er dieses Stück als Teil der Prüfungsanforderungen zum akademischen Grad des "Bachelor of Music" in Oxford komponiert hat. Die Handlung konzentriert sich ausschliesslich auf die Szene von Euridices fehlgeschlagener Rückkehr aus der Unterwelt. Hayes präsentiert uns eine faszinierende psychologische Studie der beiden Liebenden zwischen Verlangen und Verlust.

Anthony Rooley und Sänger und Instrumentalisten der Schola Cantorum Basiliensis geben nach der glanzvollen Veröffentlichung der grossen Ode "The Passions" im Jahr 2010 eine neuen Einblick in das noch weitgehend unbekannte kompositorische Oeuvre von William Hayes und zeigen damit ein weiteres Mal, dass Hayes zu Recht als einer der führenden Musiker Englands seiner Zeit gelten kann.