Neue und neuaufgelegte CDs
23.02.2011In der beim Label Glossa erscheinenden CD-Reihe der Schola Cantorum Basiliensis liegen zwei Neueinspielungen mit Musik zu Ostern aus dem mittelalterlichen Paris sowie Musik am Hof der Medici aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. Daneben ist in einer Neuveröffentlichung endlich wieder die von der Kritik enthusiastisch gefeierte Aufnahme mit Orchestermusik des Bach-, Händel- und Telemann-Zeitgenossen Giuseppe Antonio Brescianello greifbar.
MUSIK ZU OSTERN AUS DEM PARIS DES 13. UND 14. JAHRHUNDERTS
Motetten, Conductus und Rondelli von Philippe dem Kanzler und anonymen Meistern
ensemble Peregrina
Agnieszka Budzinska-Bennett, Gesang und Harfe
Kelly Landerkin, Gesang
Lorenza Donadini, Gesang
Baptiste Romain, Fidel und Rebec
Das Kreuz ist eines der zentralen Symbole des christlichen Abendlandes. In Dichtung, Malerei und Musik hat es zahllose Künstler zu eindrücklichen Meisterwerken angeregt, die durch ihren tiefen Gehalt und ihre gesteigerte Expressivität beeindrucken. Die CD stellt einige der schönsten Beispiele im Bereich der liturgischen Dichtung und Musik aus Paris sowie aus weiteren, französisch beeinflussten Zentren des ausgehenden Mittelalers vor.
MUSIK AM HOF DER MEDICI AUF CRISTOFORIS FRÜHEM PIANOFORTE (ca. 1730)
Werke von Lodovico Giustini di Pistoia, Martino Bitti, Alessandro Scarlatti, Alessandro Marcello, Francesco Barsanti und Francesco Maria Veracini
Edoardo Torbianelli, Fortepiano
María Cristina Kiehr, Sopran
Chiara Banchini, Violine
Marc Hantaï, Traversflöte
Rebeka Rusò, Viola da gamba
Daniele Caminiti, Erzlaute
Eine klingende Hommage an den genialen Instrumentenbauer und Innovator Bartolomeo Cristofori (1655-1732), der mit seinem Cimbalo con piano e forte - dem ersten voll ausgereiften Hammerklavier - die Klangwelt der abendländischen Kunstmusik revolutioniert hat. Der sich im Besitz der SCB befindliche Nachbau dieses Instruments ist in den verschiedensten Kontexten zu erleben: als Soloinstrument, kammermusikalisch in Kombination mit anderen Continuo-Instrumenten und zur Begleitung von Vokalmusik.
GIUSEPPE ANTONIO BRESCIANELLO
Concerti, Sinfonie, Ouverture
David Plantier, Violine
Katharina Arfken, Oboe
Eckhard Lenzing, Fagott
La Cetra Barockorchester Basel, Ltg. David Plantier und Václav Luks
"Highly recommended", so beschliesst der Kritiker von classicstoday seine Rezension der Erstauflage der Brescianello-CD. Und der Kritiker der NZZ schreibt von einem "ebenso kunst- wie phantsievollen Meister des 'vermischten Stils'", dessen Concerti, Sinfonie und Ouverture vom "exquisiten Barockorchester La Cetra [...] transparent im Klangbild, biegsam in der Linienführung, lustvoll in der Ausgestaltung" gespielt werden. Kurz: "Die hinreissende Visitenkarte eines sogenannten Kleinmeisters, von dem man gerne mehr hören möchte."


